Der Amerikaner Bruce Lee war zeit seines Lebens ein Wanderer zwischen den Welten. In San Francisco geboren, lebte und arbeitete er immer wieder in Hongkong. Seine Martial-Arts-Filme machten ihn auch im Westen populär. Dabei war der Kung-Fu-Innovator so viel mehr. Er begann seine Karriere schon als Kinderstar, ging dann zum Ballett und konzentrierte sich anschließend auf den Kampfsport. Mit seiner speziellen Art des Kung-Fu erregte er in Kalifornien Aufsehen. Sein Auftreten bei den Karate-Meisterschaften machte ihn bekannt und öffnete ihm die Tür zu den Stars der Traumfabrik.

In Hollywood wollten die angesagten Schauspieler mit ihm trainieren. Ob Steve McQueen, Chuck Norris oder James Coburn, sie alle suchten seine Nähe und sein Wissen. So kam Lee immer mehr in Kontakt mit der Traumfabrik. Erste Filmrollen, wie in der TV-Serie „Batman“ folgten. Als er in der Show „The Green Hornet“ die Rolle des Kato bekam, wuchs seine Popularität weiter an. Nebenrollen in Hollywood-Filmen folgten, doch der ganz große Durchbruch ließ weiter auf sich warten. Der gelang ihm erst mit seiner ureigenen Kunst. Lee drehte in Hongkong mehrere Martial-Arts-Filme. Diese waren zunächst im Osten ein großer Erfolg, den er anschließend im Westen wiederholte. „Der Mann mit der Todeskralle“ machte ihn posthum zum Star. „Enter The Dragon“, an dem er bis zuletzt gearbeitet hatte, wurde nach seinem viel zu frühen Tod fertiggestellt. Mitten im Boom dieser Art von Filmen verwendeten die Produzenten alte Szenen oder ließen einen Darsteller von hinten filmen, um weitere Streifen mit Bruce Lee auf den Markt werfen zu können. Sein früher Tod im Alter von nur 32 Jahren hatte sicherlich dazu beigetragen die Legende von Bruce Lee auferstehen zu lassen.

Schnell gelebt und jung gestorben

Die Ikone der Kampfkunst hatte bereits zuvor unter gesundheitlichen Problemen gelitten. Monate vor seinem Tod war er aufgrund eines Gehirnödems zusammengebrochen. Doch Lee ignorierte die Anweisungen seiner Ärzte und kehrte an das Set zurück. Wenige Wochen später verstarb er mitten in den Arbeiten zu „Game of Death“. Es sollte fünf Jahre dauern, bis dieser Film fertiggestellt werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt war Bruce Lee längst zur Legende geworden. Die genaue Todesursache ist bis heute nicht bekannt. Es könnte lediglich die allergische Reaktion auf ein Schmerzmittel gewesen sein, auch ein epileptischer Anfall kommt dafür infrage.

Schnell gelebt und jung gestorben
Schnell gelebt und jung gestorben

Wie sehr Bruce Lee noch immer die Massen bewegt, stellte er vor einem Jahr unfreiwillig unter Beweis. Quentin Tarantino baute ihn in seinen Film „Once Upon A Time In Hollywood” ein und ließ ihn in einer von insgesamt zwei Szenen wenig sympathisch erscheinen. Das erzürnte nicht nur Lees Familie, sondern auch seine noch immer zahlreichen Fans. Der Regisseur verteidigte sich damit, lediglich alte Gerüchte über Lees Verhalten am Set aufgegriffen zu haben und in sein „Märchen“ eingefügt zu haben. Schließlich ist der Film berühmt dafür, die Geschichte neu geschrieben zu haben. Was dabei völlig vergessen wird ist, dass Tarantino den großen Karate-Lehrer auch als einfühlsamen Mentor zeigt und nicht nur als arroganten Kung-Fu-Meister. Er setzte der Kampfkunst-Legende neuerlich ein filmisches Denkmal. Die Aufregung bewies, wie sehr Bruce Lee immer noch verehrt wird.

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