Die richtige Disziplin zu finden ist zu Beginn gar nicht so einfach. Schließlich werden alleine in Deutschland mehr als 100 verschiedene Kampfsportarten angeboten. Weltweit soll es gar über 3.000 von ihnen geben. Das beginnt bei bekannten Sportarten wie Ringen und endet bei exotischen Kampfsportarten wie Baguazhang. Wie findet man nun die richtige für sich persönlich? Grundsätzlich unterscheidet man verschieden Kategorien von Kampfsportarten. Diese werden in Kampfsport, Kampfkunst, Selbstverteidigung und Waffensport unterteilt. Diese grobe Unterteilung gibt schon einmal einen guten Hinweis, wohin die Reise gehen könnte.

Die Wiege des Kampfsports liegt in Ägypten. Schon vor mehr als 6.000 Jahren haben die Einheimischen Techniken verwendet, die dem heutigen Boxen und Ringen ähnelten. Das beweisen zahlreiche archäologische Funde. Von dort aus begann der Siegeszug der Kampfsportarten in die ganze Welt. Die älteste nachgewiesen Kampfsportart ist die sogenannte Pankration. Sie lässt sich bis in das siebenten Jahrhundert vor Christus nachweisen. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Boxen und Ringen. Seither haben alle Regionen der Welt eigene Formen des Kampfsportes hervorgebracht. Das ist kein Wunder, denn die Anforderungen an die Menschen waren sicherlich überall gleich. Seit jeher gab es den Wunsch sich zu verteidigen, bzw. sich im Kampf mit anderen Menschen zu messen. Manchmal wurden dazu Waffen verwendet, manchmal lediglich der eigene Körper. Nachdem immer mehr Kampfsportarten als olympische Disziplinen anerkannt wurden, erlangten sie mehr und mehr Aufmerksamkeit.

Kampfsport und Kampfkunst

Beim Kampfsport geht es im Wesentlichen um Wettkämpfe. Diese werden durch ein klares Regelwerk definiert. Ziel ist es den Gegner zu besiegen. Diese Entscheidung trifft ein Kampfrichter. Je nach Sportart kann geschlagen, getreten und geworfen werden. Besonders populär sind Boxen, Ringen, Karate, Judo und Taekwondo. Die Sportarten unterschieden zwischen vier verschiedenen Disziplinen. Dabei handelt es sich um freie Musikform, Semikontakt-Kampf, Leichtkontakt-Kampf und Vollkontakt-Kampf.

Bei der Kampfkunst stehen Selbstverteidigung und das Verhalten in echten Gefahrensituationen im Vordergrund des Trainings. Die erlernte Technik hat dabei das Ziel einen Gegner zu besiegen. Diese Sportarten haben ebenfalls das Ziel die Selbstdisziplin, die Beweglichkeit, Geschwindigkeit und Kraft zu verbessern. Konflikte sollen entschärft oder gar vermieden werden. Diese Disziplinen kommen zumeist aus dem asiatischen Raum. Oft handelt es sich dabei sogar um System der Gestaltung des Lebens. In den sogenannten Formkämpfen werden lediglich Bewegungsabläufe vorgeführt und bewertet. Im Mittelpunkt steht also weniger der Kampf, als die Choreografie. Bekannte Beispiele dafür sind Kung-Fu und Tai-Chi.

Kampfsport und Kampfkunst
Kampfsport und Kampfkunst

In der klassischen Selbstverteidigung geht es darum, sich in Gefahrensituationen zu verteidigen. Ästhetik spielt dabei keine Rolle, hier geht es um Fortschritte. Jiu-Jitsu und Krav Maga sind in den letzten Jahren sehr populär geworden. Wettkämpfe finden hier nicht statt. Abschließend gibt es noch jene Kampfsportarten, in denen Waffen eingesetzt werden. Hier spielen Technik und Schnelligkeit eine wichtige Rolle. Die bekanntesten Disziplinen sind Fechten oder Kendo. Wie man an dieser kurzen Beschreibung erkennen kann, sind die Grenzen zwischen den verschiedenen Arten von Kampfsport fließend. Wer sich dafür interessiert, wird die für ihn richtige Kampfsportart finden und das Training genießen.

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