Zahlreiche Vorbehalte von Eltern betreffen das Thema Verletzungsgefahr beim Kampfsport. Doch diese ist gering. Denn die Kinder lernen im Training, wie man seinen Sturz richtig abfängt und so Verletzungen vermeidet. Noch dazu finden die Übungen auf entsprechend gut gepolsterten Matten statt. Das Training sorgt dafür, dass die Kinder ihren Körper kennenlernen und ihn bewusst wahrnehmen. Sie wissen bereits nach kurzer Zeit genau, wie sie auf bestimmte Situationen reagieren müssen und stellen sich darauf ein. Im Vergleich zu beliebten Ballsportarten, wie beispielsweise dem Fußball, ist die Gefahr sich beim Kampfsport zu verletzen, deutlich geringer.

Gleichzeitig können sich die Kinder hier so richtig austoben. So lernen sie auch ihre Schüchternheit abzulegen. Der Aufbau von sozialen Kontakten wird gefördert, das ist auch eine wichtige Lektion für das weitere Leben. Dies betrifft auch das Thema Disziplin. Diese ist gerade in der frühen Erziehung von Vorteil. Beim Kampfsport kommt es darauf an die Regeln strikt zu befolgen. Das betrifft nicht nur den traditionellen Gruß, sondern auch eine saubere Kleidung und das Schweigen, wenn Übungen durch die Trainer erklärt werden.

Erfolge stärken das Selbstbewusstsein

Neben den körperlichen Aspekten sind die Erfolgserlebnisse ein wichtiger Faktor für Kinder, die Kampfsportarten lernen. Schon in jungen Jahren bieten zahlreiche Vereine und Schulen Meisterschafen an. Die Kinder können daran teilnehmen und sich mit ihren Mitstreitern messen. So erlernen sie nach strikten Regeln zu kämpfen. Der Erfolg kommt durch das Befolgen der Regeln für die Technik. Diese Erfolgserlebnisse sind wichtig für das Selbstbewusstsein. Beim Wettkampf wird das Ausführen der Techniken durch Punkterichter bewertet. Selbst jene Kinder, die nicht an Wettkämpfen teilnehmen möchte, haben zahlreiche Möglichkeiten sich über Erfolge zu freuen. Dazu zählt beispielsweise das Erringen des jeweils nächsten Gürtels. Dieser wird erst nach dem Ablegen einer kleinen Prüfung überreicht. So steigen die Kinder in ihren Fähigkeiten langsam und können sich über die Erfolgserlebnisse freuen.

Diese können sie auch in ihrem privaten Alltag richtig einsetzen. Wer Kampfsport trainiert, braucht sich nicht mehr vor dem Mobbing durch andere Schüler fürchten. Die Zeiten, in denen man im Schulhof herumgeschubst wurde, sind vorbei. Kampfsportler sind respektiert und anerkannt, vor allem auch unter Kindern. Sie geraten nicht mehr in die Opferrolle und können für sich und ihre Meinung offen eintreten. Sie erlernen was Gewalt ist und was sie bedeutet. Schließlich ist der Sinn des Kampfsportes die Kunst zu erlernen den Kampf zu vermeiden und nicht ihn zu fördern. Ein selbstbewusstes Auftreten und die Entschlossenheit auch einmal nein zu sagen, machen aus den Kindern starke Persönlichkeiten, die sich im Leben durchsetzen werden.

Erfolge stärken das Selbstbewusstsein
Erfolge stärken das Selbstbewusstsein

Mit dem Kampfsporttraining erlernt der Nachwuchs seine Kräfte zu kanalisieren und mit seiner Energie richtig umzugehen. Er lernt Höflichkeit, Respekt und Etikette. Dazu kommt noch der Aspekt der Selbstverteidigung. Das ist gerade bei Kindern immer wieder mal hilfreich, wenn die Raufbolde einfach nicht mehr wissen, wann es genug ist. Diese zahlreichen Vorteile sprechen klar für das Kampfsporttraining. Wenn Kinder daran Interesse zeigen, dann sollten die Eltern dieses auch fördern.

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